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19.4.2007 von post.
Vielfalt ist schön, Vielfalt ist gut, Vielfalt ist das Gegenteil von Einfalt, und wo könnte man die Wahrheit dieses Satzes strahlender beweisen als im deutschen Privatfernsehen! Vielfältig sind die täglichen Probleme der Einfältigen, und nur das Fern-sehen kann da raten und retten: Im Einkaufskanal führt man uns Hautcreme vor, die das Altern zauberisch zum Verschwinden bringt; bunten Schmuck, ganz kostbar und trotzdem
fast umsonst; Heimwerkerausrüstungen, die den Gatten befähigen werden, das ganze Haus in Schutt und Asche zu legen. Oder haben Sie Probleme mit den Kindern? Die Super-Nanny kommt ins Haus und lehrt das ABC der Kinder-Erziehung, das die Leute früher noch von selbst begriffen haben. Verreisen empfiehlt sich übrigens vorläufig nicht mehr, zumindest nicht, solange die Renovierungsmagazine Hochkonjunktur haben. Leute kommen nach drei Wochen Ferien in ihr Haus zurück, und plötzlich sieht’s in der Küche aus wie beim bescheuerten Fernsehkoch Biolek, und das Wohnzimmer ist auberginen-farben ausgepinselt. -Wenn Ihr Mann Sie betrogen hat, wenn Ihre Eltern gar nicht Ihre
Eltern sind, wenn Opa von unheilbarem Schlesiertum besessen ist: Raus damit in den Nachmittagstalkshows, das müssen Millionen Menschen wissen, und sollte der Gram über all das sich ins Gesicht gegraben haben: Strammziehenlassen beim Schönheitschirurgen, vor laufender Kamera. - Aber nicht daß jetzt jemand glaubt, Torheit wäre neuerdings eine rein weibliche Eigenschaft: dmax heißt ein neuer Sender, der für die angeblich tollsten Menschen der Welt, die Männer, gegründet wurde. Und jetzt weiß auch ich endlich, was meine Identität als Mann ausmacht: Showdown auf dem Schrottplatz / Viel Auto, wenig Geld / Monstergarage / Heiße Öfen, coole Kisten – um nur einen kleinen Ausschnitt aus dem dmax-Programm zu zitieren. Wenn das die männliche Identität ist, bin ich neugierig, wo sich denn dann ein Autohasser wie ich positionieren darf. Wie sagte der amerikani-sche Humorist Fred Allen? “Fernsehen ist eine Einrichtung, die es Leuten, die nichts zu tun haben, erlaubt, Leute anzusehen, die nichts können.“
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17.4.2007 von post.
Samstag Mittag, 13.35 Uhr. Im Kino läuft Detlev Bucks erster Kinderfilm
(”Hände weg von Mississippi”, sehr zu empfehlen). Vor dem Film läuft die
übliche Braus-und-Donner-und-Zuck-Werbung, bis meine fünfjährige Tochter
anfängt, ängstlich zu wirken und auf meine Frage wahrheitsgemäß angibt,
es sei “viel zu laut”. Mittags vor einem Kinderfilm Werbung - muß das denn
überhaupt sein? Manövrieren wir die Kinder mit List und Tücke um alle schädlichen
Filme und Fernsehsendungen herum, damit sie dann im Kino, vor dem Film, mit
allerschädlichster Werbung so richtig in die Fresse gehauen werden? Das muss weg.
Das gehört verboten.
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15.4.2007 von post.
……..meiner bisherigen website, die jetzt außer Betrieb ist.
Es wird noch ein Weilchen dauern, bis ich wieder eine
vollständige Website mit allen unausdenklichen und
ausdenklichen Funktionen haben werde. Bis das so ist,
werde ich mich hier gelegentlich äußern.
Ein Weblog ist ja etwas, das man betreibt, um herauszufinden,
was das ist: ein weblog. Und genau so will auch ich es halten.
Nun noch etwas Inhaltliches:
Nein, Sie irren sich nicht, wenn Sie denken, Oettinger sei der
langweiligste, häßlichste und dümmste Mann der Welt. Man
müßte dem sogar noch manches hinzufügen. Filbinger
zum Anti-Nazi erklären - was für eine Unverforenheit!
Filbinger hat dafür gesorgt, daß ein Nazi-Todesurteil gegen
einen Deserteur noch NACH der deutschen Kapitulation voll-
streckt wurde. Geradezu die klassische Handlungsweise eines
Anti-Nazis, oder? Filbinger hat sich bestimmt sehr überwinden
müssen, um das Erschießungskommando zusammenzustellen.
Widerlicher als solche Typen wie Filbinger sind nur Typen wie
Oettinger, die dergleichen heute noch rechtfertigen.
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